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Sofia Koskelainen

Unsere neue Blog-Serie “Menschen bei Fastems” beginnt mit einem Interview mit Jonne Riikonen, der bei Fastems in verschiedenen Positionen in Finnland und Italien gearbeitet hat. Gegenwärtig arbeitet er als Entwicklungsleiter in Finnland, doch nachdem ihm Stellenbezeichnungen nicht so sehr wichtig sind, sollten wir uns vielleicht lieber ansehen, was er Tag für Tag wirklich tut.

“Meine Tage sind nie gleich. Heute zum Beispiel habe ich unsere Arbeitspläne zur vorbeugenden Instandhaltung überarbeitet und hatte eine interessante Besprechung über die Analyse und Entwicklung der Wartungseignung unseres Systems im Allgemeinen. Gestern dagegen habe ich zwecks unserer Dienstleistungsprodukte mit einem Vertriebskonfigurator zusammengearbeitet. An beiden Tagen wurde ich mehrmals darum gebeten, unserem 8760 Support-Team neue Einblicke oder Lösungen für Probleme zu liefern, die bei unseren Kunden vor Ort aufgetreten sind. In letzter Zeit besteht außerdem ein immer größerer Teil meiner Arbeit in der Kompetenzentwicklung. Erst vor ein paar Wochen kamen dazu 19 Personen aus aller Welt hier in Tampere zu einer tollen, intensiven Trainingswoche zusammen, das war der erste Schritt in unserem Projekt für eine Trainings-Akademie, an dem wir ebenfalls gerade arbeiten. Das Beste an meiner Arbeit ist, dass ich nicht auf etwas Spezielles festgelegt werde, sondern an vielen verschiedenen Projekten mitwirken kann, was letztlich bedeutet, dass ich kaum jemals genau weiß, wie mein Tag aussehen wird, bevor er nicht zu Ende gegangen ist.”

Jonne fing bei Fastems im Jahr 2005 als Sommer-Trainee des finnischen Service-Teams an, wo er einschließlich gelegentlicher Besuche der Montagetechnik-Abteilung arbeitete, bis er 2007 seinen Abschluss als Automatisierungstechniker machte. Nach seinem Abschluss arbeitete er für kurze Zeit weiter im finnischen Service-Team und leistete dann seinen Militärdienst. Danach kam Jonne  als Teilnehmer des Globalen Startup-Teams von 2008 zu Fastems zurück, studierte von 2009 an ein Jahr an der Fachhochschule bis er schließlich in Italien eine Stelle als Service-Leiter angeboten bekam. Im Ausland zu arbeiten war eines von Jonnes Zielen und so entschied er sich, das Angebot anzunehmen und nach Italien zu ziehen. Obwohl er den Aufenthalt dort ursprünglich für einen Zeitraum von zwischen sechs Monaten und einem Jahr geplant hatte, blieb er schließlich insgesamt ganze sechseinhalb Jahre. Als Jonne nach Italien ging, hatte er keinerlei Italienischkenntnisse. Heute spricht er fließend Italienisch und scheint bei Fastems zum inoffiziellen Übersetzer für Italienisch geworden zu sein.

 

 

“Ich war 22 als ich nach Italien zog und hatte von Anfang an viel Verantwortung zu übernehmen. Neben Italien war ich auch für den Service in Spanien, in Portugal und in der Türkei verantwortlich. Ich musste selbständig lernen, wie man plant und einen guten Supervisor abgibt. Unser erfolgreicher Wachstumskurs brachte dann viele weitere neue Verantwortlichkeiten mit sich, so dass die Unterstützung durch die ganze Organisation von entscheidender Bedeutung war. Während meiner Zeit in Italien bin ich nicht nur persönlich, sondern auch beruflich enorm gewachsen. Da meine Ausbildung zum Automatisierungstechniker keine besonders gute Grundlage für diese Stelle war, bin ich der Learning-by-Doing-Methode gefolgt – eine übrigens sehr gute Lernmethode.  Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, muss ich zugeben, dass ich eigentlich keine Ahnung hatte, auf was ich mich da einließ. Ich kann nur sagen, dass ich froh darum bin, es getan zu haben.

Die Rückkehr nach Finnland im Frühjahr 2017 hat für Jonne einen eher vorläufigen Charakter, denn schließlich “gibt es noch die ganze Welt zu entdecken”. Nun, bis er dazu aufbricht, genießt er den finnischen Frühling und wartet sehnlichst darauf, dass irgendwann der Sommer kommt.  Beruflich ist es gerade eine ereignisreiche Zeit, die daraus gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse wird er mit Kollegen teilen können.

“Ich habe so viel durch meine Tätigkeit im Ausland gelernt… hauptsächlich, dass ich jederzeit wieder gehen würde (werde).”

“Um zu verstehen, wie die Welt funktioniert, ist es meiner Meinung nach nötig, die Welt auch zu leben. Deshalb meine ich, dass jeder versuchen sollte, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, es ist wirklich horizonterweiternd. Und das Gute daran ist, dass ich, sollte ich in ein anderes Land versetzt werden wollen, die Gewissheit habe, dass dies mit Fastems möglich ist.”