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Die AGCO Power Oy hat sich für ein flexibles Fertigungssystem (FFS) von Fastems zur automatisierten Produktion von Zylinderblöcken für Dieselmotoren entschieden. Die Lieferung umfasst die Automation der Horizontal-Bearbeitungszentren, die Integration roboterbasierter Lade- und Montagezellen sowie die Steuerung der Entgratungs- und Waschanlage. Alles in allem ist dies die größte Einzelinvestition in Maschinen von AGCO Power in Linnavuori (Finnland). Der Leitgedanke hinter der Investition ist Flexibilität.

 

Eine Investition, die künftige Anforderungen berücksichtigt

Die hierdurch geschaffenen Produktionskapazitäten dienen in erster Linie zur Bearbeitung von Zylinderblöcken unter Berücksichtigung zukünftiger Anforderungen. Die Flexibilität des Systems ermöglicht darüber hinaus auch die Fertigung anderer Komponenten im FFS, sofern es die jeweilige Auslastung zulässt. Ziel ist eine hohe Produktivität mit hohen Spindelstunden. In diesem Zusammenhang besteht bei der AGCO Power vor allem der Wille, anstelle eines Outsourcings, die mechanische Bearbeitung wieder vermehrt im eigenen Hause zu realisieren. „Wir können diese Leistung intern erbringen, wenn wir die Dinge richtig anfassen und die eigene Fertigung wettbewerbsfähig bleibt“, erklärt der Fertigungsleiter Ville Yli-Jama und ergänzt:

„Die Flexibilität der neuen Fertigungslinie spielt hierbei eine zentrale Rolle. Wir brauchen Flexibilität, da sich die Welt um uns herum im schneller verändert und mit ihr die ökonomischen Trends.“

 

Beharrlichkeit und Engagement führen zum Ziel

Fastems lieferte bereits 1975 eine Fertigungslinie (ehemals an Valmet Factory Automation), die somit bereits 45 Jahre in Betrieb ist. Sie soll 2023 ihre Produktion einstellen, sobald das neue FFS komplett installiert ist. „Die Realisierung dieser immensen Investition ist ein Beleg für das Engagement und die Beharrlichkeit unserer Mitarbeiter. Die Leitlinie lautet, Investitionen intelligenter zu tätigen, als dies jemand anderes bisher getan hat. Und das haben wir bei unseren Entscheidungen berücksichtigt“, meint Juha Tervala, Geschäftsführer der AGCO Power Oy.

 

Die optimale Lösung

Im neuen FFS werden insgesamt 12 Horizontal-Bearbeitungszentren vom Typ DMG Mori NHX8000, eine Honmaschine von Gehring sowie ein Vertikalbearbeitungszentrum von DMG Mori integriert. Das Entsorgungssystem für Kühlmittel und Späne ist zentralisiert. Außerdem wurde in eine neue Zeiss Prismo-Koordinatenmessmaschine investiert, die mit einem Messkopf zur Prüfung der Oberflächenrauheit ausgestattet ist. Die Gesamtlieferung und -leistung von Fastems umfasst ein etwa 70 m langes FFS, die erforderlichen Ladestationen, die Integration in die Roboterzellen sowie die automatisierte Entgratungs- und Waschanlage. Das FFS und die Maschinen sind wesentliche Bestandteile eines umfangreichen Projektes: „Man muss betonen, dass für ein erfolgreiches Endergebnis die Realisierung aller 14 Unterprojekte erforderlich ist. Wir wollen, dass die neue Fertigungslinie eine optimale Lösung darstellt, mit der die Produktion möglichst sicher und reibungslos abläuft“, versichert der Projektleiter Juha Oksanen. Die zentrale Steuerung des FFS übernimmt die MMS (Manufacturing Management Software) von Fastems, die u. a. das Werkzeugmanagement der Bearbeitungszentren und die Integration weiterer werkseigener Systeme, z. B. das ERP-System (SAP), beinhaltet.

„Wir schätzen die langfristige Zusammenarbeit mit AGCO Power sehr und freuen uns, diese durch das neue FFS fortsetzen und vertiefen zu können“, sagt Mikko Nyman, CEO von Fastems. Eine führende Marke im Bereich der Industrieautomation, hervorragende Produkte und die überzeugende Steuerungs- sowie Integrations-Kompetenz waren die Hauptvorteile von Fastems bei der Entscheidungsfindung seitens AGCO Power. Auch die Tatsache, dass Fastems seinen Sitz in der Nähe von Tampere hat, war ausschlaggebend.

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