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Seppo Pyykkö

Im letzten Beitrag über wirtschaftliche Kleinserienfertigung (die früheren Beiträge beschäftigten sich mit der Werkstückfixierung (Teil 1) und den Greifermethoden (Teil 2) befasse ich mich mit der Software und der NC-Programmierung, die bei der Umstellung auf Kleinstserien oder reine Einzelfertigungen noch einmal überdacht werden sollten.

 

“First-Time-Right” (Auf-Anhieb-richtig) mit erweiterter NC-Programmierung

Wenn es sich bei den zu fertigenden Teilen um eine echte Einzelfertigung handelt, d.h. die Charge nur einmal hergestellt wird und es sehr unwahrscheinlich ist, dass das Teil noch einmal hergestellt wird, stellt dies einen erheblichen Druck für die NC-Programmierung dar. Da die Programme nicht von einer neben der Maschine stehenden Person angepasst werden können, muss die CAM-Programmierung so weit entwickelt werden, dass neue NC-Programme offline “First-Time-Right” ausgeführt werden.  Das erfordert viel Arbeit und Lernen, aber ich habe bereits mit einigen Unternehmen zu tun, in denen dies erkannt wurde. Ausschlaggebende Faktoren für den Erfolg scheinen (1)  gut ausgewählte CAM-Software, (2) Kollisionserkennung und vor allem (3) gut ausgebildete CAM-Programmierer zu sein.

 

Steuerungssoftware reduziert den Aufwand für die Produktionsplanung

Da die Planung von Kleinserien den Arbeitsaufwand der Produktionsplanung beinahe im gleichen Umfang wie die Menge der Produktionschargen erhöht, ist es am besten, die Aufgabe einer umfassenden Produktionsplanung einer Steuerungssoftware zu überlassen. In unserem Angebot bieten wir als Lösung die Manufacturing Management Software (MMS) Control Suite an, die die Produktion in der Zukunft plant und sicherstellt, dass die Termine für die Fertigstellung der Aufträge eingehalten werden, indem diese Software den Ressourcenbedarf anzeigt und die Fertigung der Chargen auf der Grundlage der Ressourcenverfügbarkeit plant. Die Steuerungssoftware bietet auch eine große Hilfe bei der Anordnung der erforderlichen Werkzeuge auf den richtigen Maschinen, um zu vermeiden, dass das Fehlen eines Werkzeugs die Produktion stoppt, insbesondere in Fällen, in denen die Werkzeugkapazität der Werkzeugmaschine begrenzt ist. Entsprechendes gilt auch für benötigte Materialien, die gemäß den Planungsinformationen der Steuerungssoftware einfach und zeitgerecht der richtigen Stelle zugeordnet werden können.

 

 

Durch die Kombination passender Befestigungstechniken, fortschrittlicher Greifer mit leistungsfähiger Steuerungssoftware und fortschrittlicher NC-Programmierung ist es möglich, kleinere Fertigungslose und sogar reine Einzelfertigungen wirtschaftlich und vollautomatisch zu produzieren – zumindest in einem gewissen Umfang des gesamten Produktprogramms.

Für weitere Informationen empfehle ich den ausgezeichneten Blogbeitrag von Herrn Kallin Kurtz:
A Systematic Approach to Developing Automation for Low Volume, High Mix Machining (Ein systematischer Ansatz zur Entwicklung der Automatisierung für Low-Volume- und High-Mix-Bearbeitung).

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